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Gewinnspiel: Eine Tasse auf Reisen #7

Nach dem erholsamen Strandurlaub ging es für die parson-Tasse direkt in den Großstadtdschungel. Hier leben knapp 24 Millionen Menschen. Der Name der Stadt bedeutet übersetzt "Stadt über dem Meer". Und Sie finden dort das längste U-Bahn-Netz der Welt (637 km). mehr ...

Arbeiten in selbstführenden Teams. Oder wie wir das Management abschaffen

Die Welt von heute ist VUCA: volatile, uncertain, complex und ambiguous. Unternehmen stehen vor komplexen Herausforderungen wie Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge. Wer nicht schnell genug agiert, wird vom Markt verdrängt. mehr ...

Tiere im Büro, Teil II: Der Miau-Effekt

Im zweiten Teil unserer Mini-Blogserie geht es um zwei Brüder. Und das ist auch vorerst der letzte Teil. Es sei denn, es schleicht sich noch ’ne Maus ins Haus. Oder ein Goldfisch. mehr ...

Check if oder check that? Oder: Have you tried turning it off and on again?

Wie oft schreiben oder lesen wir in Anleitungen, dass wir etwas prüfen sollen. Beispiel: "Check if the computer is connected to power." Klare Ansage, alles schön. Was aber, wenn dort steht: "Check that the computer is connected to power"? mehr ...

Hoher Qualitätsanspruch ohne mentale Sandburgen und Dünkel - 10 Fragen an Ines Lasch

Ines Lasch macht eine Weiterbildung zur Technischen Redakteurin und absolviert ein achtwöchiges Praktikum bei parson. Wir haben ihr zehn Fragen gestellt. mehr ...

UA Europe - Trends der Technischen Dokumentation

Am 15. und 16. Juni fand die diesjährige Conference for Software User Assistance Professionals in Dublin statt. Eine tolle Veranstaltung mit interessanten Themen rund um agile Entwicklung, kollaboratives Arbeiten, mobile Dokumentation und Usability.

Eröffnet wurde die Konferenz mit einer Podiumsdiskussion zu aktuellen Trends und Technologien der Technischen Dokumentation. Auf dem Podium saßen Vertreter der führenden Toolhersteller für technische Dokumentation. Als Moderatorin fungierte Leah Guren von Cow TC. Podiumsteilnehmer waren: George Bina (Syncro Soft), Mike Hamilton (MadCap Software), Ankur Jain (Adobe Systems), Jacquie Rhodes (3di Information Solutions) und Dennis Zhuravlev (Dr. Explain).

Hier eine persönliche Zusammenstellung von Diskussionsinhalten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Frage: Wie unterscheidet sich mobile Dokumentation von anderen Dokumentationsarten?

Antworten/Meinungen: Mobile Dokumentation muss sich anders verhalten als herkömmliche Online-Dokumentation. Dabei sind u.a. folgende Kriterien wichtig:

  • Die Dokumentation muss sich an berührungsempfindliche Bildschirme und an Bildschirme mit geringer Größe anpassen. Das bedeutet das Ende der 3-teiligen Hilfefenster (tripane help), wie wir sie von Windows kennen. Ein ausklappbares Inhaltsverzeichnis und Breadcrumbs vertragen sich nicht mit mobilen Displays.
  • Überflüssige Inhalte wie z. B. große Screenshots müssen aus der Dokumentation entfernt werden.
  • Die Hilfe muss sich besser in die Software integrieren, sodass der Benutzer nicht erst auf eine Hilfeschaltfläche klicken muss, um die Hilfe zu starten.
  • Die Inhalte mobiler Dokumentation sollten geringer im Umfang und zielgerichteter sein.

Eine große Herausforderung dabei sind die vielen verschiedenen Plattformen, die heute unterstützt werden müssen: PC, Internet, Tablets, Smartphones. XML stellt zwar eine hervorragende Basis für die Inhalte dar, die Transformationen müssen jedoch trotzdem an die verschiedenen Endgeräte angepasst werden. Dabei gibt es derzeit zwei verschiedene Herangehensweisen:  Die Dokumentation passt sich automatisch dem erkannten Gerät an oder es wird ein Redirect-Mechanismus umgesetzt, der den Benutzer zu der gerätespezifischen Hilfe leitet.

Die Anpassung an das Gerät und die Benutzungssituation fasste Ankur Jain mit dem schönen Satz zusammen:

„If content is king, then context is queen."

Die Dokumentation muss sich also dem Benutzungskontext anpassen, nicht nur hinsichtlich des Layouts, sondern auch hinsichtlich des Inhalts.

Es wurde klar, dass mobile Dokumentation in den Anfängen steckt. Wie in den Anfängen des Internets wird noch ausprobiert, was für Benutzer von mobiler Dokumentation gut funktioniert. Gestaltungsrichtlinien entwickeln sich gerade erst.

Frage: Wie können die Tools eine bessere Integration der Hilfe in die Anwendung unterstützen?

Einen wichtigen Gedanken dieses Diskussionsteils fand ich den Vorschlag, weniger verschiedene Hilfequellen anzubieten – heute hat man bei einigen Anwendungen die Wahl zwischen Online-Hilfe, Knowledge Base, Benutzerforum und Support-Portal. Alle diese Inhalte sollten über einen einzigen Zugriff durchsuchbar sein. Hier ist die Leistungsfähigkeit der Suchfunktionen von entscheidender Bedeutung.

Es wurde auch die Frage gestellt, wie zuverlässig benutzergenerierte Inhalte aus Foren tatsächlich sind und ob Hersteller, statt diese Inhalte einfach in die Hilfe zu verlinken, nicht lieber die Foren beobachten und technisch korrekte Hinweise in ihre Hilfe übernehmen sollten.

Einige der Podiumsmitglieder sprachen sich für eine engere Integration der Hilfe in die Anwendung aus – die Hilfe solle automatisch Vorschläge unterbreiten (analog zu Entwicklungsumgebungen, die automatisch Parameter für aufgerufene Methoden anbieten) oder sogar die Aktionen des Benutzers vorhersehen, um vorbeugende Hilfestellungen anzubieten. Leah Guren äußerte hier ihre Befürchtung, dass damit die nächste (intelligentere) Version der Windows-Büroklammer am Horizont lauern könnte.

Frage: Ist gedruckte Dokumentation noch erforderlich?

Hier war die eindeutige Antwort: Ja!

Dafür gibt es nach den Ansichten der Podiumsteilnehmer mehrere Gründe:

  • Rechtliche Anforderungen
  • Die Notwendigkeit, Zugangsmöglichkeiten für Menschen zu bieten, die nicht am Bildschirm lesen können
  • Weite Verbreitung des Mediums „Papier", das viele Menschen immer noch sehr gerne verwenden und das deshalb nicht innerhalb kurzer Zeit aus dem Gebrauch verschwinden wird
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