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Eine Tasse auf Reisen #5 - die Auflösung

In welchem Land wurde die parson-Tasse fotografiert, haben wir Anfang Dezember gefragt. Die Frage war knifflig. Trotzdem kamen die meisten auf die richtige Antwort: Kuba. mehr ...

RDF is not XML – RDF serialization and iiRDS metadata

The world of technical writing loves XML. Its document type definitions are the foundation of structured authoring. XML and the underlying schemas structure the content of our information products. The benefits are twofold. Content is consistently structured and easy to read. Authors have an easier time writing the content. The structure provides guidelines for authoring. mehr ...

Gewinnspiel: Eine Tasse auf Reisen #5

Brrr…in Hamburg ist der Winter eingekehrt und Weihnachten steht vor der Tür. Die parson-Tasse lässt sich währenddessen die Sonne auf den roten Bauch scheinen. mehr ...

How to become a technical writer – Confessions of a former translator

A former translator, I worked the first seven years of my professional life in the translation industry, in various positions. While I learned a lot from this experience, it also left me, as a writer, frustrated. Translators are chained to their source text and writing the words of others in another language, usually focusing on what their clients want. mehr ...

tekom-Impressionen Teil 2: API-Dokumentation und die VUKA-Welt

Daniela Herbold und Ulrike Parson berichten über Leitlinien für eine optimierte API-Dokumentation sowie Lösungsansätze für eine innovative Personalführung. mehr ...

Liebe Diebinnen und Diebe

Die deutsche Sprache ist schön.  Doch wenn es um geschlechtsneutrales Schreiben geht, sind wir mit ihr geschlagen. Nutzer, Entwickler, Leser. Das sind unsere Kunden. Richtig geschrieben, aber politisch inkorrekt. Gibt es Alternativen? Ja, aber nur wenige sind erlaubt:

  1. Wir machen die weibliche Form sichtbar. Wir schreiben Nutzer und Nutzerinnen, Entwickler und Entwicklerinnen, Leser und Leserinnen. Politisch korrekt und Duden-konform, aber die Sätze werden elend lang. Außerdem klingen technische Dokumente wie Wahlkampfreden.
  2. Der Schrägstrich: Nutzer/-in, Entwickler/-in, Leser/-in. Geht, aber nicht immer. Die Schreibweise ist nur richtig, wenn die weibliche an die männliche Form des Wortes gehängt werden kann. „Kollege/-in“ ist demnach aus. Auch müssten wir Artikel und Pronomen mit Schrägstrichen versehen. So wie in: „Der/die Nutzer/-in öffnet sein/ihr Programm auf seinem/ihrem Arbeitsplatz“.  Noch Fragen,  lieber/liebe Leser/-in?
  3. Die Klammer. Auch Duden-konform, auch unschön und auch nur korrekt, wenn die weibliche Form im Wortinneren hinzugefügt werden kann, zum Beispiel bei Kolleg(inn)en. Ändern sich die Buchstaben im Wort, ist diese Schreibweise falsch, wie bei Ärztin/Arzt.
  4. Das große I. Viel genutzt, platzsparend, falsch: NutzerIn, EntwicklerIn, RedakteurIn sind ein Duden-No-No. Diese Schreibweise diskriminiert übrigens das männliche Geschlecht, denn wir nehmen nur die weibliche Form wahr.
  5. Der _Unterstrich, auch Gender Gap genannt. „Nutzer_in“ las ich neulich und schüttelte mich. Eine sehr technische Lösung, wie ich finde, und auch nicht im Duden zu finden.
  6. Die Zusammenfassung mit „-schaft“ oder „-kraft“.  Leserin und Leser werden zur Leserschaft, Lehrerin und Lehrer zur Lehrkraft – Personen werden zu Sachen. Diese Schaft- und Kraft-Geschichten sind übrigens alle weiblich. Ich sehe nicht, wie mit ihnen das Problem gelöst werden kann. Außerdem wirken sie unpersönlich. Oder möchten Sie sich, liebe Nutzerinnen und Nutzer, als Nutzerschaft bezeichnen lassen? Ich wäre dann fast lieber eine Redakteur_in.



    Sogenannte geschlechtsneutrale Ersatzformulierungen finde ich auch nicht besser: Redepult statt Rednerpult, Ärztlicher Rat statt Rat des Arztes, Studierende statt Studentinnen und Studenten. Klingt, als hätte man den Wörtern die Seele genommen.

Auch wenn Klammer und Schrägstrich in vielen Fällen korrekt sind, wie sprechen wir sie aus? „Liebe Kolleg, Klammer auf, innen, Klammer zu, en.“ Versuchen Sie das mal mit dem Schrägstrich.

Was mir bei der Recherche auch auffiel: Niemand spricht von Verbrecherinnen und Verbrechern, Fälscherinnen und Fälschern, Diebinnen und Dieben. Darf/muss das kriminelle Milieu männlich bleiben?

Wie schreibt man geschlechtsneutral und trotzdem richtig und lesbar? Darf man Sprache verbiegen, bis sie gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht wird? Die Lektorin Juliane Topka beschäftigt sich in ihrem Blog auch mit diesem Thema: http://www.sprachpingel.de/allgemein/vorstaendin.

Wir schreiben viel auf Englisch und sind meistens fein raus.

Wie gehen Sie vor?

Kommentare   

# Axel Wüstemann 2013-04-11 21:53
Schöner Artikel! Hab ihn gerade mal auf unsere FB-Seite weiter gepostet.
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# Judith Torma 2013-04-12 10:15
Werte Autorin,

ich finde Ihren Beitrag einfach herlich, haber innerlich geschmunzelt und überlegt, wie ich es mache: Jen nach Publikum. Wenn ich überwiegend Männern zurrede, dann kommt die männliche Form zum Einsatz, wenn es eher Frauen sind, an die ich mich richte, dann wird der Text oder in meinem Fall, die Rede eben weiblich. Schriftlich und mündlich füge ich dann hinzu, dass das andere Geschlecht sich auch angesprochen wird.

Diesen Geschlechterkampf emfinde ich ganz persönlich als Zeitverschwendung - ungenaue Formulierungen, Weichmacher und das Verstecken hin "man macht das halt so" liegen mir viel schwerer im Magen. Dennoch wünsche ich mir, mehr Texte, in denen Konsequent die weibliche Form genommen wird.
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# Judith Torma 2013-04-12 10:16
Ein Beispiel liegt mir noch am Herzen:
Ein Kinderarzt schrieb in den USA ein Buch für die Kleinkinderziehung - aus medizinischer Sicht - jeweils abwechseln nutzte er in einem Kapitel die männliche, im nächsten die weibliche Form der Ansprache - so kamen Jungen und Mädchen gleichermachen ins Bild.
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# Christian Dicke 2013-04-12 16:05
Liebe Frau Lange,
ich habe herzlich gelacht, war aber enttäuscht, dass ich keinen Hinweis finde, wie es denn nun am besten ist.
Zu Ihrer Frage: siehe oben ;-)
Ich schaue mir an, für wen ich etwas schreibe und entscheide dann, ob ich die weibliche Form mit aufnehme oder nicht.

Unterm Strich bleibe ich bei der altbekannten Form, es gibt ja keine einheitliche Lösung, die es allen recht macht.

Viele Grüße
Christian Dicke
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# Nico Lindner 2013-04-15 13:30
Off topic folgender Beitrag: Schön, dass Sie überhaupt einen Blog führen. Weiter so! Beste Grüße, Nico
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