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Arbeiten in selbstführenden Teams. Oder wie wir das Management abschaffen

Die Welt von heute ist VUCA: volatile, uncertain, complex und ambiguous. Unternehmen stehen vor komplexen Herausforderungen wie Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge. Wer nicht schnell genug agiert, wird vom Markt verdrängt. mehr ...

Tiere im Büro, Teil II: Der Miau-Effekt

Im zweiten Teil unserer Mini-Blogserie geht es um zwei Brüder. Und das ist auch vorerst der letzte Teil. Es sei denn, es schleicht sich noch ’ne Maus ins Haus. Oder ein Goldfisch. mehr ...

Check if oder check that? Oder: Have you tried turning it off and on again?

Wie oft schreiben oder lesen wir in Anleitungen, dass wir etwas prüfen sollen. Beispiel: "Check if the computer is connected to power." Klare Ansage, alles schön. Was aber, wenn dort steht: "Check that the computer is connected to power"? mehr ...

Hoher Qualitätsanspruch ohne mentale Sandburgen und Dünkel - 10 Fragen an Ines Lasch

Ines Lasch macht eine Weiterbildung zur Technischen Redakteurin und absolviert ein achtwöchiges Praktikum bei parson. Wir haben ihr zehn Fragen gestellt. mehr ...

Volontariat für Technische Redakteure. Zwei Sichten auf die berufsbegleitende Ausbildung

Anja Schiel, Volontärin, und Ulrike Parson, Vorstand der parson AG, berichten über ihre Sicht des Volontariats für die Technische Redaktion.* mehr ...

Liebe Diebinnen und Diebe

Die deutsche Sprache ist schön.  Doch wenn es um geschlechtsneutrales Schreiben geht, sind wir mit ihr geschlagen. Nutzer, Entwickler, Leser. Das sind unsere Kunden. Richtig geschrieben, aber politisch inkorrekt. Gibt es Alternativen? Ja, aber nur wenige sind erlaubt:

  1. Wir machen die weibliche Form sichtbar. Wir schreiben Nutzer und Nutzerinnen, Entwickler und Entwicklerinnen, Leser und Leserinnen. Politisch korrekt und Duden-konform, aber die Sätze werden elend lang. Außerdem klingen technische Dokumente wie Wahlkampfreden.
  2. Der Schrägstrich: Nutzer/-in, Entwickler/-in, Leser/-in. Geht, aber nicht immer. Die Schreibweise ist nur richtig, wenn die weibliche an die männliche Form des Wortes gehängt werden kann. „Kollege/-in“ ist demnach aus. Auch müssten wir Artikel und Pronomen mit Schrägstrichen versehen. So wie in: „Der/die Nutzer/-in öffnet sein/ihr Programm auf seinem/ihrem Arbeitsplatz“.  Noch Fragen,  lieber/liebe Leser/-in?
  3. Die Klammer. Auch Duden-konform, auch unschön und auch nur korrekt, wenn die weibliche Form im Wortinneren hinzugefügt werden kann, zum Beispiel bei Kolleg(inn)en. Ändern sich die Buchstaben im Wort, ist diese Schreibweise falsch, wie bei Ärztin/Arzt.
  4. Das große I. Viel genutzt, platzsparend, falsch: NutzerIn, EntwicklerIn, RedakteurIn sind ein Duden-No-No. Diese Schreibweise diskriminiert übrigens das männliche Geschlecht, denn wir nehmen nur die weibliche Form wahr.
  5. Der _Unterstrich, auch Gender Gap genannt. „Nutzer_in“ las ich neulich und schüttelte mich. Eine sehr technische Lösung, wie ich finde, und auch nicht im Duden zu finden.
  6. Die Zusammenfassung mit „-schaft“ oder „-kraft“.  Leserin und Leser werden zur Leserschaft, Lehrerin und Lehrer zur Lehrkraft – Personen werden zu Sachen. Diese Schaft- und Kraft-Geschichten sind übrigens alle weiblich. Ich sehe nicht, wie mit ihnen das Problem gelöst werden kann. Außerdem wirken sie unpersönlich. Oder möchten Sie sich, liebe Nutzerinnen und Nutzer, als Nutzerschaft bezeichnen lassen? Ich wäre dann fast lieber eine Redakteur_in.



    Sogenannte geschlechtsneutrale Ersatzformulierungen finde ich auch nicht besser: Redepult statt Rednerpult, Ärztlicher Rat statt Rat des Arztes, Studierende statt Studentinnen und Studenten. Klingt, als hätte man den Wörtern die Seele genommen.

Auch wenn Klammer und Schrägstrich in vielen Fällen korrekt sind, wie sprechen wir sie aus? „Liebe Kolleg, Klammer auf, innen, Klammer zu, en.“ Versuchen Sie das mal mit dem Schrägstrich.

Was mir bei der Recherche auch auffiel: Niemand spricht von Verbrecherinnen und Verbrechern, Fälscherinnen und Fälschern, Diebinnen und Dieben. Darf/muss das kriminelle Milieu männlich bleiben?

Wie schreibt man geschlechtsneutral und trotzdem richtig und lesbar? Darf man Sprache verbiegen, bis sie gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht wird? Die Lektorin Juliane Topka beschäftigt sich in ihrem Blog auch mit diesem Thema: http://www.sprachpingel.de/allgemein/vorstaendin.

Wir schreiben viel auf Englisch und sind meistens fein raus.

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