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tekom-Impressionen Teil 2: API-Dokumentation und die VUKA-Welt

Daniela Herbold und Ulrike Parson berichten über Leitlinien für eine optimierte API-Dokumentation sowie Lösungsansätze für eine innovative Personalführung. mehr ...

tekom-Impressionen Teil 1: Improvisationstechniken, Fluff Hunt und Videos

Auf dem Weg zur Konferenz sehe ich an der Fassade des Stuttgarter Bahnhofs ein Zitat von Hegel: „daß diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist“. Genau darum ging es in Anthonys Apodacas Vortrag am Morgen des zweiten Konferenztages. mehr ...

My first time at tekom

I got back from Stuttgart last night and it is safe to say that after three days of action-packed presentations, writing an article is not in the realm of possibilities right now as I try to connect one synapse with another. mehr ...

Eine Tasse auf Reisen #4 - die Auflösung

In welcher Stadt wurde die parson-Tasse fotografiert, haben wir Anfang September gefragt. Die Frage war knifflig. Trotzdem kamen die meisten auf die richtige Antwort: In Chicago, USA. mehr ...

Flipped Classroom: Schulungen effizienter gestalten

Es kostet nicht nur Zeit, in einer Präsenzschulung auf die häufig sehr unterschiedlichen Kenntnisse der Teilnehmer einzugehen. Auch besteht die Gefahr, dass sich Teilnehmer mit höheren Vorkenntnissen langweilen, während sich diejenigen mit geringem Vorwissen überfordert fühlen. mehr ...

tekom 2015. Teil 2: Barista-Kaffee mit Herz und “putting a lipstick on a pig”

Die tekom-Jahrestagung wird internationaler und größer. In den Messehallen und Vortragsräumen höre ich unterschiedlichste Sprachen. Beim Mittagessen sind die Schlangen unglaublich lang, und ich finde kaum einen freien Platz.

Ich habe noch nie so viele hungrige und wissenshungrige technische Redakteure auf einem Fleck gesehen. Einige bekannte Gesichter laufen mir ständig über den Weg, aber es kommt vor, dass ich meine sieben Kollegen erst abends zum „Abschlussbier“ wiedersehe. Die kulinarische Versorgung an den Messeständen ist verlockend. Kaffee und Süßes, Brezeln oder Äpfel, handverlesene Süßigkeiten, gebrannte Mandeln oder Barista-Kaffee mit Herz. Neben Essbarem gibt es an den Messeständen auch die begehrten technischen Goodies. Sehr originell fand ich einen 3D-Drucker, mit dem man sich einen Wunschnamen auf einen (funktionierenden!) Legostein drucken lassen konnte.

tekom-Jahrestagung 2015. Lego aus dem 3D-DruckerLego aus dem 3D-Drucker. Foto: Anne Hoffmann

Die Teilnehmerrunde des Tutorials, das ich gemeinsam mit Jonas Wäckerle abhielt, war zwar überschaubar, aber es saßen die richtigen Leute im Raum. Es war klasse zu sehen, wie die Informationen aufgesaugt wurden, um Nachschlag in XSL-T gebeten wurde und gleich die ersten eigenen Ideen vorgebracht wurden. Eine Teilnehmerin fragte: „Wie gehe ich mit Baum/Bäume um? Und was ist mit flektierten Verben?“

Ja, das ist eine gute Frage. Schematron hat keine linguistische Kompetenz. Aber über eine pragmatische Terminologie-Liste kann man solche Fälle durchaus abfangen. Oder man folgt Jonas' Idee und optimiert Schematron weiter.

„Kann ich auch kontextabhängig Wörter erlauben oder verbieten?“, wollte ein anderer Teilnehmer wissen. Genau das sind die Fragen, mit denen wir uns in den letzten Monaten beschäftigt haben. Ich hoffe, wir konnten einige Ideen weitergeben.

Zum Schluss noch ein Augenöffner aus einem der englischsprachigen Vorträge: Was haben technische Redakteure und Tierschützer gemeinsam?

Man kann sowohl „Putting lipstick on a pig” als auch „Perfuming a pig“ sagen, wenn man etwas beschönigt, übertreibt oder aufplustert. Und das gehört natürlich nicht in technische Dokumente. Oder anders gesagt: Technische Redakteure lassen Schweine Schweine sein, ganz ohne Lippenstift und Parfüm.

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