Zwischen Telefon und Kükenschutz

Als Praktikantin hat man es wirklich nicht leicht. Das ist die Spezies ganz unten in der Rangordnung. Besonders bemerkbar macht sich das beim Telefondienst.

LucaJaegerLuca Leonie Jaeger, Praktikantin bei parsonDie ehrenwerte Verantwortung das Telefon zu behüten, wird in der Kette immer weiter gereicht, bis sie schnell ganz unten angelangt ist. Bei mir. Ich warte also sehnsüchtig auf den nächsten Schülerpraktikanten. Dann steige ich eine Stufe auf und bleibe nicht mehr auf dem Hörer sitzen.

Aber Spaß beiseite. Ich studiere Technische Redaktion an der Hochschule Hannover und bin froh, mein Praxissemester bei der parson AG verbringen zu können. Ich bekomme Einblicke in diverse Themen und Arbeitsbereiche, kann den Kollegen über die Schulter schauen, mit zu Kundenterminen fahren und eigenständig Aufgaben übernehmen. Zum Beispiel habe ich im parson-Wiki neue Einträge verfasst, alte Einträge überarbeitet, Erklärungen durch Inline-Grafiken ergänzt und mich durch die kaputten Links geklickt und sie repariert. Ich durfte sogar den Quellcode des Wikis anpassen und die Größe der Logos neu skalieren. Aber pssst, das muss unter uns bleiben. Dafür muss man auf die geheimen Seiten des Wiki-Gärtners, und ich hatte eine Sondergenehmigung.

Wiki parsonToolbeschreibung in parsons WikiNeben den Geheimnissen im Hintergrund waren für mich vor allem die Abläufe im Unternehmen mit den ganzen Meetings, Abkürzungen und Programmen neu.

Ach ja, die Abkürzungen, die machen es einem in der ersten Woche wirklich schwer. Als Studentin kennt man halt weder NDA noch Repo oder Telko, und zu den vielen neuen Namen kommt jeweils noch ein Namenskürzel dazu. Da muss ich bei KaMe und MaKe nochmal überlegen, um nicht die falsche Person zu erwischen. An die Abkürzungen habe ich mich aber schnell gewöhnt. Und jetzt weiß ich auch, wer sich hinter JaRa, MaPa und ULa verbirgt.

Die Kollegen haben mich übrigens total herzlich aufgenommen, unterstützt und sich Zeit für meine Fragen genommen. Ich bin beeindruckt, wie wertschätzend im Team miteinander umgegangen wird. Besonders toll ist die Unterstützung, die ich bei der Findung eines Themas für meine Bachelor-Arbeit bekommen habe. Ich werde in den kommenden drei Monaten über die didaktische Konzeption von eLearning-Material schreiben. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön für die Hilfe und Anregungen, die ich erhalten habe. Besonderer Dank gilt natürlich meinem Mentor Andy und meiner Co-Mentorin Elisabeth. Ich freue mich, noch ein bisschen bleiben zu dürfen.

Kommentar schreiben


Blog

Bitte zweimal klingeln

Endlich! Wir sind umgezogen und haben unser altes Bürohaus in Bergedorf hinter uns gelassen. Dort war es so eng geworden, dass wir uns gegenseitig auf die Zehen traten. Außerdem war es so laut, dass uns an manchem Abend die Ohren sausten. mehr ...

Sprache für junge Nerds, E-Scooter und Sue-ees

Ulrike Parson und Uta Lange erzählen von der Frühjahrstagung in Wien. mehr ...

Wie beinflusst die Digitalisierung die Arbeit der Technischen Redakteure?

Mit der Digitalisierung ändern sich Produkte, Produktionsprozesse und das Nutzungsverhalten. Daraus resultieren neue Anforderungen an die Arbeit der Technischen Redakteure. mehr ...

Vom Geisteswissenschaftler zum Technischen Redakteur

"Und, was willst du machen, wenn du fertig bist?" Welcher Student kennt diesen Satz nicht? Besonders Geisteswissenschaftlern fällt es oft schwer, auf die Frage eine zufriedenstellende Antwort zu finden. Der deutsche Arbeitsmarkt sucht schließlich Elektroingenieure oder Informatiker und keine Historiker mit Spezialisierung auf die Antike wie mich. mehr ...

tekom-Jahrestagung 2018: Was gibt’s Neues bei iiRDS?

iiRDS war zentrales Thema auf der tekom-Tagung: das iiRDS-Café, Fachvorträge, Showcases und Tutorials widmeten sich dem neuen Standard. Auch auf Twitter wurde diskutiert, unter anderem über den für US-Kollegen so schwer auszusprechenden Namen. mehr ...
  • linkedin
  • xing