tekom-Bericht Teil 2: Über echte und virtuelle Überflieger

von Anja Schiel am 21. November 2018

Die tekom begrüßt mich mit strahlendem Sonnenschein. Drinnen sind Tagung und Messe bereits in vollem Gange. Zwei Tage Vorträge, Workshops, Messebesuch und Gespräche warten auf mich und alle anderen.

Ich bin aufgeregt, obwohl ich gar keinen Vortrag halte. Also schnell rein, Ticket scannen lassen, frisch gedruckte Besucherkarte um den Hals hängen (ein bisschen fühle ich mich wie in der Grundschule), Beutel mit Infomaterial greifen. Dann noch die Jacke abgeben und auf geht’s ins Getümmel: die ersten Vorträge beginnen in ein paar Minuten, und es ist voll.

Der Tipp, nicht erst ein paar Minuten vor der Veranstaltung im Raum einzutrudeln, ist goldwert. So tauche ich ein: Ein spannender Vortrag hier, ein angeregtes Gespräch dort, zwischendurch Schokolade aus Seattle und Milchkaffee vom Barista.

Am Ende von Tag 1 habe ich unter anderem gelernt, wie man mit Storytelling eine trockene Doku ansprechender und verständlicher gestalten kann, kenne die neuesten rechtlichen Entwicklungen, die für technische Dokumentation relevant sind, habe erfahren, worauf man bei einem gelungenen Online-Video achten muss und was bei einer guten Online-Hilfe wichtig ist und habe fleißig alte und neue Kontakte gepflegt.

Im Flugsimulator von SL Innovativ

Was noch fehlt? Die Antwort finde ich an Tag 2. Schon am Vortag sind wir auf dem Messegelände immer wieder um den Flugsimulator am Stand von SL innovativ herumgeschlichen. Heute ist der Stand leer und ein paar Einstellungen und Gleichgewichtsübungen später rausche ich mit VR-Brille vor den Augen über die Messe. Na gut, ich fliege natürlich nur in der Phantasie über die Messe; in Wirklichkeit ist es eine virtuelle Berglandschaft. Euphorisch stehe ich kaum eine Minute später wieder auf festem Boden und fühle mich in diesem Moment für alles bereit.

So beflügelt kann es nur positiv weitergehen. Und ich werde nicht enttäuscht: auch der Workshop bei Leah Guren, Teaching Logic for Technical Authors, ist ein echter Überflieger. Mit viel Witz und Charme vermittelt Frau Guren ihren Workshop-Teilnehmern (von denen viele Wiederholungstäter sind), wie man logisches Denken fördern kann. Dabei sind auch wir von ihren Denkspielchen ganz schön gefordert.

Und kaum hat sie begonnen, ist meine erste tekom auch schon vorbei. Mit dem realen Flieger geht es müde aber zufrieden zurück nach Hamburg. Ich bin nächstes Jahr bestimmt wieder dabei, vielleicht ja auch aktiv als Vortragende.

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