Was Espresso mit Standards für Content-Engineering zu tun hat

von Uta Lange am 25. August 2020

Stellen Sie sich vor, Sie stehen morgens um halb sieben in der Küche und Ihre Espresso-Maschine geht nicht.

Urheber: Teerachat Aebwanawong | 123rf.com

Falls Sie wach genug sind, werden Sie das Problem googeln. Sie finden vermutlich schnell Informationen auf unterschiedlichen Kanälen: einer Website oder als PDF, als Video in einem Social-Media-Kanal, in einer mobilen Anwendung oder von einem Chatbot.

Ob es sich bei diesen Informationen um Marketingmaterial, technische Doku oder ein Datenblatt handelt, ist nicht offensichtlich. Und Ihnen wird es egal sein, um welche Art von Information es sich handelt. Hauptsache, Sie können wieder Espresso machen. Und zwar pronto.

Für die Anwender ist das schnelle Finden von Informationen auf unterschiedlichen Kanälen also eine tolle Sache, besonders morgens um halb sieben. Sie profitieren von der sogenannten Omni-Channel-Distribution.

Für die Ersteller der Produktinformationen bedeutet das, dass sie ihre Inhalte an diese Art der Verteilung anpassen müssen. Die Veröffentlichung aus einer Quelle funktioniert häufig nicht mehr. Heute werden Inhalte von verschiedenen Autoren oder Gruppen mit verschiedenen Systemen erstellt. Um diese Inhalte konsistent zu halten, müssen die Autoren Inhaltsmodule erstellen, die in sich geschlossen, funktional und ohne jeglichen Kontext wiederverwendbar sind. Gleichzeitig müssen die Module alle Informationen enthalten, die benötigt werden, um Kontext zu schaffen und den Zweck des Inhalts zu bestimmen.

Für diese Art von Inhalten benötigen wir eine einheitliche Terminologie und harmonisierte Metadaten. Schon das ist oft schwer zu erreichen innerhalb eines Unternehmens. Denken Sie jetzt an eine Smart Factory mit Maschinen und Geräten von unterschiedlichen Herstellern. Hier helfen uns Standards.

Zum Glück ist Ihre Espresso-Maschine nicht kaputt. Gießen Sie sich also einen Espresso ein und lesen Sie den Artikel „The roles of standards and governance in content engineering. Why standards for multichannel distribution are more beneficial than you think”. Darin erklärt Ulrike Parson die Bedeutung von Standards für die Technische Kommunikation und wie Unternehmen diese Standards für sich nutzen können.

Auch interessant: Ulrike Parson und Dr. Martin Kreutzer  (Empolis Information Management GmbH) halten auf der diesjährigen tekom-Jahrestagung einen Vortrag "Alles Standard oder was? Welche technischen Standards Sie für intelligente Informationen brauchen". Weitere Infos finden Sie auf dem tekom-Tagungsportal.

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