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Flipped Classroom – Wie Sie Ihre Schulungen effizienter gestalten

Der Flipped Classroom ist eine Form des Blended Learnings, mit der Sie Ihre Schulungen anders gestalten können.

Das gängige Unterrichtsmodell bisher:

  • Sie (die Trainer) tragen Ihre Schulungsinhalte in Präsenzveranstaltungen vor.
  • Anschließend vertiefen Ihre Teilnehmer das Gelernte zuhause eigenständig mit Übungen.

Der Flipped Classroom dreht dieses Unterrichtsmodell um:

  • Sie bereiten den Inhalt auf, der in der Schulung vermittelt wird, und stellen ihn Ihren Teilnehmern vor dem Seminar zur Verfügung.
  • Anschließend befassen sich die Teilnehmer selbstständig mit dem Material.

Traditionelle Schulung vs Flipped Classroom

Wie Sie die Inhalte für das eigenständige Lernen aufbereiten, bleibt Ihnen überlassen. Sie könnten sich z. B. während Ihres Vortrags filmen und den Teilnehmern das Video über das Internet zur Verfügung stellen.

Warum werden meine Schulungen durch den Flipped Classroom effizienter?

Wenn Sie im Präsenzseminar auf sehr unterschiedliche Kenntnisse der Teilnehmer eingehen müssen, benötigten Sie viel Zeit. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich die Teilnehmer mit höheren Vorkenntnissen langweilen. Umgekehrt könnten Sie Teilnehmer mit geringem Vorwissen überfordern.

Mithilfe des Flipped Classrooms werden die unterschiedlichen Kenntnisse vor der Präsenzschulung angeglichen. Die Teilnehmer beschäftigen sich zuhause in ihrem individuell benötigten Tempo mit den Schulungsinhalten. Dabei können sie je nach Vorwissen mehr oder weniger Zeit für das Verstehen der Inhalte aufwenden, ohne andere Teilnehmer zu behindern. Beispielsweise können fortgeschrittene Teilnehmer bekannte Inhalte überspringen und die Zeit für andere Themen oder vertiefende Aufgaben aufwenden. In einer anschließenden Präsenzschulung knüpfen Sie an einem gemeinsamen Wissensstand der Teilnehmer an. Die gewonnene Zeit nutzen Sie für Vertiefungen, Fragen und Aufgaben.

Die Vorteile des Flipped Classrooms auf einen Blick

  1. Die Teilnehmer wiederholen die Schulungsinhalte so oft, bis sie sie verstanden haben. Somit kann eine Schulung die unterschiedlichen Vorkenntnisse einer Zielgruppe abdecken.
  2. Die Teilnehmer bestimmen flexibel den Lernort und die Lernzeit.
  3. Reisezeiten und -kosten verringern sich, weil die Präsenzseminare verkürzt werden.
  4. Einmal erstellte Lernmaterialien können Sie für weitere Kurse wiederverwenden oder anpassen.

Gibt es Risiken?

Beim Flipped Classroom bearbeiten die Teilnehmer die Schulungsinhalte eigenverantwortlich. Geschieht das nicht, können Sie die Präsenzschulungen nicht effizient nutzen. Außerdem ist die Aufbereitung des Lernmaterials aufwendig, und die Teilnehmer können ihre Fragen erst im darauffolgenden Präsenzseminar stellen.

Flipped ClassroomFlipped Classroom © Andrey Popov | Fotolia.com

Die Teilnehmer der Schulung bringen oft sehr unterschiedliche Grundvoraussetzungen mit. Für einige ist das Schreiben von Technischer Dokumentation völlig neu, andere schreiben zwar Technische Dokumentation, aber nicht auf Englisch.

Wenn diese unterschiedlichen Grundvoraussetzungen durch die Selbstlerneinheiten angeglichen werden, kann die Zeit in den Präsenzseminaren effizient für Rückfragen und Aufgaben genutzt werden. Die Schulung passt dann zu den individuellen Kenntnissen der Teilnehmer.

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