Dr. Strange und die Technische Dokumentation

Was haben eine Comic-Verfilmung und Technische Dokumentation gemeinsam? Nichts, möchte man meinen. Doch ich wurde Samstagabend damit überrascht, im Kino nicht nur einen unterhaltsamen Film geboten zu bekommen, sondern auch eine Lehrstunde in guter Dokumentation. Samstag war für mich Marvel-Tag.

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In diesem Blog-Artikel kann es zu Spoilern kommen.
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Ein Witz: Keine Angst, in diesem Blog-Beitrag wird nicht gespoilert, wie man auf Neudeutsch so schön sagt. Jedenfalls werden keine Details verraten, die für die Handlung oder den Ausgang des Films wesentlich wären. Dass die Guten am Ende gewinnen und die Bösen die Konsequenzen tragen, ist ja eh klar.

Ich schweife ab. Zurück zur Technischen Dokumentation. In diesem Fall ein hoch geheimes Buch in der Bibliothek, das Rituale beschreibt, die die Grundfesten der Welt erschüttern können, inklusive Herumspielen mit der Zeit und anderen Dimensionen - was man als Supermagier eben so macht. Unser Held liest sich also unbedarft ein und probiert so gleich aus, natürlich ohne die Anleitung bis zum Ende durchzulesen. Kurz bevor es zu Schlimmerem kommen kann, wird er dann allerdings aufgehalten. Anschließend weisen ihn seine Lehrmeister auf die drohenden Gefahren hin und fragen, ob er denn die Warnhinweise nicht gelesen hätte. Er antwortet sinngemäß: So weit bin ich nicht gekommen, wer packt die auch ans Ende der Anleitung? Mit anderen Worten, hätte der Autor des Buchs sich Rat bei einem Technischen Redakteur geholt, hätten die Warnhinweise dort gestanden, wo sie hingehören, nämlich vor den Schritten, die potenziell ins Verderben führen.

Danke, Dr. Strange, für diese unterhaltsame Einführung in die richtige Strukturierung von anleitenden Informationen.

Als Anekdote am Rande: Auch der Bösewicht hat natürlich mit den Ritualen gespielt und ebenfalls die Warnhinweise nicht gelesen. In seinem Fall war das allerdings gut so, denn wer weiß, wie die Geschichte sonst ausgegangen wäre.

Bildnachweis:
Gefahrzeichen © Reeel. Fotolia.com

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