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How to become a technical writer – Confessions of a former translator

A former translator, I worked the first seven years of my professional life in the translation industry, in various positions. While I learned a lot from this experience, it also left me, as a writer, frustrated. Translators are chained to their source text and writing the words of others in another language, usually focusing on what their clients want. mehr ...

tekom-Impressionen Teil 2: API-Dokumentation und die VUKA-Welt

Daniela Herbold und Ulrike Parson berichten über Leitlinien für eine optimierte API-Dokumentation sowie Lösungsansätze für eine innovative Personalführung. mehr ...

tekom-Impressionen Teil 1: Improvisationstechniken, Fluff Hunt und Videos

Auf dem Weg zur Konferenz sehe ich an der Fassade des Stuttgarter Bahnhofs ein Zitat von Hegel: „daß diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist“. Genau darum ging es in Anthonys Apodacas Vortrag am Morgen des zweiten Konferenztages. mehr ...

My first time at tekom

I got back from Stuttgart last night and it is safe to say that after three days of action-packed presentations, writing an article is not in the realm of possibilities right now as I try to connect one synapse with another. mehr ...

Eine Tasse auf Reisen #4 - die Auflösung

In welcher Stadt wurde die parson-Tasse fotografiert, haben wir Anfang September gefragt. Die Frage war knifflig. Trotzdem kamen die meisten auf die richtige Antwort: In Chicago, USA. mehr ...

Technische Dokumentation zur SEO? Ein Gastbeitrag von Dr. Markus Nickl

Suchmaschinenoptimierung ist ein breites Feld: Man hat den Eindruck, dass es fast an jeder Ecke eine SEO-Agentur gibt. Obwohl hier Budgetquellen für die Technische Dokumentation ungenutzt bleiben, nimmt unsere Branche Suchmaschinenoptimierung aber bisher kaum als Thema wahr. Warum ist das so?

Markus Nickl, doctimaDr. Markus Nickl ist Mitglied der Geschäftsführung der doctima GmbH

Bietet der Content in der Technischen Redaktion kein Suchmaschinenpotenzial? Oder umgekehrt: Pervertiert man den Content in der Technischen Dokumentation, wenn man ihn suchmaschinenkompatibel macht? Wohl kaum! Aber sehen Sie selbst, was Technische Redakteure zum Erfolg einer Unternehmens-Website beitragen können.

Was die Suchmaschine antreibt

Zunächst sollten wir uns kurz einmal vor Augen führen, was Suchmaschinen eigentlich erreichen wollen. Sie wollen den Benutzern für beliebige Suchanfragen die relevantesten Ergebnisse liefern. Was "relevant" bedeutet, entscheiden letzten Endes die Benutzer. Die Suchmaschine versucht nur, deren Interessen möglichst gut zu erahnen.

Was bedeutet das nun für die Suchmaschinenoptimierung? Zunächst einmal Folgendes: Sämtliche "totsicheren Tricks", mit denen man in der Ergebnisliste ganz nach oben kommt, sind mittelfristig zum Scheitern verurteilt, wenn sie nicht dafür sorgen, dass die Benutzer relevanten Content zu sehen bekommen. Umgekehrt heißt das auch: Sie steigern Ihre Suchmaschinenwirkung am nachhaltigsten dadurch, wenn Sie möglichst genau die Bedürfnisse Ihrer User erkennen. Und wenn Sie dann Ihren Content so formulieren, dass er diese Bedürfnisse optimal erfüllt.

Was taugt Technische Dokumentation für die Suchmaschine?

Deshalb ist es auch kein Wunder, dass die redaktionellen Tipps für suchmaschinenoptimierte Texte sich fast anhören wie ein Redaktionshandbuch für Technische Dokumentation. Glauben Sie nicht? Hier einige Beispiele:

  • Aussagekräftige Überschriften verwenden
  • Inhalte schnell und präzise auf den Punkt bringen
  • Inhalte mit relevanten Metadaten versehen
  • Inhalte mehrsprachig anbieten

Technische Dokumentation oder Web-Content? Ich wette, Sie können nicht entscheiden, worauf sich die Tipps beziehen. Ich kann es jedenfalls nicht.

Warum ist der Content aus der Technischen Dokumentation bisher im Internet so wenig sichtbar? Meiner Meinung nach beruht das auf einigen (hartnäckigen) Missverständnissen:

Missverständnis 1: "Anleitungen interessieren sowieso niemanden."

Diese Meinung kennt man als Redakteur zur Genüge. Tatsächlich ist dies aber schon seit langem widerlegt (z. B. durch eine Studie des DIN-Verbraucherrats). Nutzer lesen die Gebrauchsanleitungen zu ihren Produkten, wenn auch nicht immer auf die Art und zu dem Zeitpunkt, wie Lieschen Müller sich das vorstellt. Ich vermute aber mal, dass auch Marketing-Fachleute und Online-Redakteure ebenfalls unter diesem Missverständnis leiden und deshalb gar nicht auf die Idee kommen, Dokumentations-Content in ihrer Content-Strategie zu berücksichtigen.

Missverständnis 2: "Wer marketingnahe Dinge tut, beschädigt die (informierende) Grundfunktion der Anleitungen."

Das ist eine Haltung, die ich bei Technischen Redakteuren gelegentlich beobachte. Tatsächlich sollte kein Redakteur sich darauf einlassen, auf notwendige Standards in der Redaktion zu Marketingzwecken zu verzichten. Das ist aber auch gar nicht nötig. Denn professionelle Technische Dokumentation entfaltet auch in der bestehenden Form gehöriges Suchmaschinenpotenzial. Und es lässt sich noch erhöhen durch einige Verbesserungen, die auch die Instruktionsfunktion der Produktanleitungen unterstützen. Oft fehlt für diese Verbesserungen aber das Budget; eine Situation, der sich mit dem gesteigerten Nutzen für das Marketing abhelfen lässt.

Was bringt es konkret?

Technische Dokumentation ist in den allermeisten Fällen Volumenkommunikation. In vielen Unternehmen übersteigt der Content in der Technischen Redaktion schon rein mengenmäßig die Inhalte im Marketing um ein Vielfaches. Schafft man es, diese Inhalte nativ (also nicht nur als PDF oder eingebundene HTML-Seiten) in den Webauftritt zu integrieren, so ergibt sich eine Fülle von zusätzlichen Kontaktpunkten zum Kunden. Da die Inhalte der Dokumentation immer eng auf das Produkt bezogen sind, ist auch die Relevanz für die Nutzer keine Frage. Bei doctima haben wir die Erfahrung gemacht, dass durch allein das erhöhte Publikationsvolumen die Suchmaschinenzugriffe um bis zu 100 Prozent steigen.

Zusätzlich ist moderner Dokumentations-Content strukturiert, mit Metadaten versehen und modular wiederverwendbar. Dadurch ergeben sich neue Chancen für den Webauftritt, z. B. durch ein interaktives Produktberatungssystem oder die automatische Bespielung des Webshops mit Produktdaten. Mehrfachaufwände bei der Erstellung und Übersetzung lassen sich vermeiden. Und der gesteigerte Nutzenfaktor des Webauftritts schlägt sich ebenfalls im Suchmaschinenranking nieder. Insgesamt also ein rundes Paket, das Nutzeneffekte für Dokumentation und Marketing bietet und dem gesamten Unternehmen bei vergleichsweise geringem Invest einen hohen Nutzen bringt. Mehr dazu, wie Sie das Suchmaschinenpotenzial Ihres Contents für sich erschließen, lesen Sie in diesem Beitrag im doctima-Blog.

Über doctima:

doctima macht komplexe Zusammenhänge verständlich: Das Sprachberatungs- und Dienstleistungsunternehmen erstellt und redigiert für seine Kunden professionelle Texte – darunter technische Dokumentation, Webinhalte und Mobile Content, Lasten- und Pflichtenhefte sowie Formulare und Formschreiben. Darüber hinaus berät doctima Unternehmen zur Optimierung von Texten und Redaktionsprozessen, stellt ihnen Redaktionsprofis auf Zeit zur Verfügung und schult Redakteure im Rahmen von Seminaren und Coachings. Ein Team erfahrener IT-Experten entwickelt für Kunden bei Bedarf maßgeschneiderte Software-Lösungen, mit denen sich Redaktions- und Übersetzungsprozesse vereinfachen und automatisieren lassen. Mehr zum Unternehmen unter doctima.de und im dort geführten Expertenblog zum beruflichen Schreiben.

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