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tekom-Impressionen Teil 2: API-Dokumentation und die VUKA-Welt

Daniela Herbold und Ulrike Parson berichten über Leitlinien für eine optimierte API-Dokumentation sowie Lösungsansätze für eine innovative Personalführung. mehr ...

tekom-Impressionen Teil 1: Improvisationstechniken, Fluff Hunt und Videos

Auf dem Weg zur Konferenz sehe ich an der Fassade des Stuttgarter Bahnhofs ein Zitat von Hegel: „daß diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist“. Genau darum ging es in Anthonys Apodacas Vortrag am Morgen des zweiten Konferenztages. mehr ...

My first time at tekom

I got back from Stuttgart last night and it is safe to say that after three days of action-packed presentations, writing an article is not in the realm of possibilities right now as I try to connect one synapse with another. mehr ...

Eine Tasse auf Reisen #4 - die Auflösung

In welcher Stadt wurde die parson-Tasse fotografiert, haben wir Anfang September gefragt. Die Frage war knifflig. Trotzdem kamen die meisten auf die richtige Antwort: In Chicago, USA. mehr ...

Flipped Classroom: Schulungen effizienter gestalten

Es kostet nicht nur Zeit, in einer Präsenzschulung auf die häufig sehr unterschiedlichen Kenntnisse der Teilnehmer einzugehen. Auch besteht die Gefahr, dass sich Teilnehmer mit höheren Vorkenntnissen langweilen, während sich diejenigen mit geringem Vorwissen überfordert fühlen. mehr ...

Was machst du eigentlich beruflich? Ein Erklärungsversuch

Familienfeier, Kaffee und Schwarzwälder Kirschtorte. Großtante Else tätschelt meinen Handrücken: „Und du, Kind? Was machst du so beruflich?“

Ich, Kind, 51, seufze innerlich auf. Ich habe drei Möglichkeiten:

(1) Ich sage, wie es ist.

(2) Ich schiebe mir ein großes Stück Torte in den Mund und hoffe darauf, dass Tante Else ihre Frage vergisst.

(3) Ich sage, dass ich Übersetzerin bin.

Schwarzwaelder KirschtorteSchwarzwälder Kirschtorte. © VRD | Fotolia.com

Ich betrachte die Kirschtorte und entscheide mich für (2). Doch Tante Elses 87 Jahre altes Gedächtnis ist ungetrübt. Sie wartet, bis ich heruntergeschluckt habe. „Und?“, fragt sie ungeduldig.

Vielleicht hat Tante Else diesmal extra viel Kirschwasser in die Torte gekippt. „Ich bin Technische Redakteurin“, erkläre ich mutig.

„Ach. Arbeitest du bei der Zeitung?“

Ich schüttele den Kopf: „Ich schreibe Bedienungsanleitungen.“ Vorsichtshalber setze ich die Kuchengabel wieder an.

„Bedienungsanleitungen?“ Tante Elses Augenbrauen beginnen zu zittern. „Du meinst wie für meine neue Waschmaschine? Die war doch auf Spanisch. Kannst du denn Spanisch?“

Ich hebe die Gabel an. „Die Bedienungsanleitung gab‘s auch auf Deutsch, Tante Else. Du hättest nur weiterzublättern brauchen.“

„Pah! So eine Papierverschwendung.“ Tante Else sieht mich skeptisch an. „Also bist du Übersetzerin.“

„Genau“, nuschele ich mit vollem Mund.

„Warum sagst du das nicht gleich, Kind?“

Die Geschichte ist erfunden, ist mir aber so ähnlich schon passiert. Und vielleicht auch einigen meiner Kollegen. Die Frage zu beantworten, was wir beruflich machen, ist nicht so einfach. Maurer, Steuerberater oder Busfahrer haben da weniger Probleme. Technische Redakteure müssen erklären. Das mag daran liegen, dass die Berufsbezeichnung noch jung und die Arbeit recht anonym ist. Kommt ein Produkt bei den Kunden an, enthält es zwar idealerweise eine Anleitung. Wer die geschrieben hat, interessiert aber zunächst niemanden.

Lesen Sie mehr in unserem Wissensartikel „Was macht ein Technischer Redakteur?“.

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