Der Beratungsansatz von parson für die Einführung moderner Informationssysteme
Strukturierte Einführung von Redaktionssystemen, Wissensdatenbanken, Kundenportalen, Content-Delivery-Lösungen und KI-Systemen
Dieser Artikel erklärt, wie Unternehmen mit dem bewährten Beratungsansatz von parson Redaktionssysteme, CCMS-Lösungen, Knowledge-Hubs, Content-Delivery-Lösungen oder andere Informationssysteme strukturiert einführen können – von der Analyse über die Anforderungsdefinition und Systemevaluation bis zur erfolgreichen Systemeinführung.
Der Artikel richtet sich insbesondere an Verantwortliche aus Technischer Dokumentation, Digitalisierung, IT, Service und Informationsmanagement, die ihre Informations- und Content-Prozesse strategisch weiterentwickeln möchten. Im Fokus stehen komplexe Systemlandschaften und die strukturierte Einführung von Informationssystemen.
Warum Informationssysteme heute strategisch relevant sind
Informationssysteme im Bereich Content-Management, Content-Delivery und Datenintegration spielen heute eine zentrale Rolle dabei, Informationen zeitgemäß verfügbar zu machen. Nutzer:innen erwarten Inhalte genau dort, wo sie benötigt werden – im Kundenportal, in digitalen Serviceprozessen, über Chatbots oder direkt am Produkt.
Daher geht es längst nicht mehr nur darum, ein bestimmtes Redaktionssystem oder ein Component-Content-Management-System (CCMS) einzuführen. Unternehmen investieren heute in Kunden- und Serviceportale, Self-Service-Plattformen, Content-Delivery-Lösungen, Wissensdatenbanken und Knowledge-Hubs sowie Middleware zur Integration verteilter Informationsquellen.
Damit solche Projekte langfristig erfolgreich werden, braucht es mehr als eine reine Toolauswahl. Entscheidend ist, dass Inhalte, Prozesse und Systeme aufeinander abgestimmt sind.
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Der Beratungsansatz von parson im Überblick
Die Beratung von parson verläuft typischerweise in fünf zentralen Projektphasen:
- Analyse und Zieldefinition
- Anforderungsdefinition und Zielarchitektur
- Systemevaluation
- Prototyping
- Systemeinführung
Begleitend spielen weitere Themen eine wichtige Rolle:
- Informationsarchitektur
- Migration von Altdaten
- KI- und Automatisierungspotenziale
- Enterprise-Integrationen
Unser Beratungsansatz ist bewusst technologieoffen aufgebaut. Im Mittelpunkt steht nicht die Einführung eines einzelnen Systems, sondern die Frage, wie Informationen und Daten im Unternehmen effizient erstellt, gepflegt und bereitgestellt werden können.
Dadurch entstehen Lösungen, die Inhalte über verschiedene Systeme und Kanäle hinweg nutzbar machen und langfristig mit den Anforderungen des Unternehmens wachsen können.
Phase 1: Analyse und Zieldefinition
Die Analyse schafft ein gemeinsames Verständnis der bestehenden Prozesse, Systemlandschaften und Handlungsfelder. Mit der 360-Grad-Analyse betrachtet parson die gesamte Informationslandschaft eines Unternehmens. Dabei geht es unter anderem um folgende Fragestellungen:
- Wie entstehen und fließen Informationen?
- Welche Systeme und Datenquellen sind beteiligt?
- Wo bestehen Medienbrüche oder Schmerzpunkte?
- Welche Prozesse, Strukturen und Verfahren haben sich bewährt?
- Welche Informationsbedürfnisse haben Kund:innen und Mitarbeitende, z.B. in Service oder Support?
- Welche Automatisierungs- und KI-Potenziale sind relevant?
- Welche strategischen Ziele verfolgt das Unternehmen, und welche Digitalisierungsinitiativen werden aktuell umgesetzt?
- Welchen Reifegrad haben die Content- und Datenprozesse im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche?
Typische Ergebnisse der Analyse
- Übersicht bestehender Prozesse und Systeme
- Transparenz über Rollen und Schnittstellen
- Analyse und Bewertung von Informationsflüssen und Medienbrüchen
- Handlungsempfehlungen und Roadmaps
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Phase 2: Anforderungsdefinition und Zielarchitektur
In der Anforderungsdefinition werden strategische Ziele, Nutzungsszenarien und organisatorische Anforderungen in konkrete fachliche und technische Anforderungen übersetzt.
Dabei betrachtet parson nicht nur einzelne Tools, sondern die zukünftige Systemarchitektur als Ganzes – von Redaktionssystemen und Content-Delivery-Plattformen über Wissensdatenbanken bis hin zu Chatbots oder Middleware-Lösungen.
Gemeinsam mit den relevanten Fachbereichen entstehen belastbare Grundlagen für:
- Zukünftige Informationsprozesse
- Systemarchitektur und Integrationen
- Digitale Content- und Datenlieferketten
Die strukturierte Anforderungsdefinition schafft Klarheit über Prioritäten, Zielbilder und benötigte Funktionalitäten und bildet die Grundlage für die spätere Systemevaluation.
Typische Ergebnisse der Anforderungsdefinition
- Priorisierte fachliche und technische Anforderungen, z. B. als User-Storys
- Zielbilder zukünftiger Informationssysteme und -prozesse
- Konzepte für Informationsarchitektur und Metadaten
- Longlist möglicher Systeme und Anbieter
Aus der Praxis
- Auswahl eines Content-Delivery-Portals bei ifm electronic gmbh
- Analyse für eine einheitliche Informationsarchitektur bei SEW-EURODRIVE
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Phase 3: Systemevaluation
Auf Basis der priorisierten Anforderungen beginnt die Systemevaluation. In dieser Phase bewerten wir, welche Informationslösung die fachlichen und technischen Anforderungen am besten unterstützt.
Die Systemevaluation umfasst unter anderem:
- Auswahl und Bewertung geeigneter Plattformen und Anbieter
- Herstellergespräche
- Ausschreibungen sowie RfI- und RfQ-Prozesse
- Demos und/oder Sandbox-Tests
Neben der Bewertung einzelner Systeme betrachtet parson insbesondere deren Einbindung in die bestehende Systemlandschaft und zukünftige Enterprise-Architektur. Dadurch entsteht eine Grundlage für langfristig skalierbare Informationsprozesse.
Typische Ergebnisse der Systemevaluation
- Vergleich und Bewertung geeigneter Lösungen
- Shortlist relevanter Anbieter
- Entscheidungsgrundlagen für die Systemauswahl
Aus der Praxis
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Phase 4: Prototyping
Im Prototyping prüfen wir, ob ausgewählte Lösungen die zentralen Anforderungen unter realistischen Bedingungen erfüllen.
Häufig erfolgt dies im Rahmen eines Proof of Concept (PoC) oder eines Minimum Viable Product (MVP). Dabei werden reale Anwendungsfälle, Integrationen, Informationsmodelle und Prozessketten getestet und validiert.
Ziel ist es, Risiken frühzeitig sichtbar zu machen und Annahmen unter praxisnahen Bedingungen zu überprüfen.
Typische Ergebnisse des Prototypings
- Ergebnisse von Tests gegen die Anforderungen
- Erkenntnisse zu Integrationen und Schnittstellen
- Bewertung kritischer Anwendungsfälle
- Erkenntnisse und Planungsgrundlage für die spätere Implementierung
Phase 5: Systemeinführung
In der Einführungsphase begleitet parson die Implementierung der ausgewählten Informationslösung gemeinsam mit Herstellern und Implementierungspartnern.
Dabei stehen nicht nur technische Aspekte im Mittelpunkt, sondern auch organisatorische Veränderungen und neue Arbeitsweisen.
Typische Themen dieser Phase
- Umsetzung der Informationsarchitektur
- Integration bestehender Systeme
- Migration von Bestandsinformationen
- Aufbau neuer Prozesse und Workflows
- Change-Management
- Schulungen und Enablement
Ziel ist nicht nur die technische Einführung eines Systems, sondern die nachhaltige Etablierung zukunftsfähiger Informationsprozesse im Unternehmen.
Typische Ergebnisse der Systemeinführung
- Produktiv eingeführte Informationslösung
- Umgesetzte Informationsarchitektur
- Migrierte Inhalte und Datenbestände
- Geschulte Teams und etablierte Arbeitsweisen
- Etablierte Prozesse und Workflows
Aus der Praxis
- Automatisierte, konfigurationsspezifische Dokumentation bei Endress+Hauser
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Warum ein strukturiertes Vorgehen so entscheidend ist
Die Einführung digitaler Informationslösungen betrifft meist zahlreiche Prozesse, Systeme und Fachbereiche gleichzeitig. Ohne klare Zielbilder, abgestimmte Anforderungen und strukturierte Entscheidungsgrundlagen entstehen schnell Integrationsprobleme, hohe Migrationsaufwände oder Fehlentscheidungen bei der Systemauswahl.
Der strukturierte Beratungsansatz von parson hilft dabei, Risiken frühzeitig sichtbar zu machen und Projekte systematisch umzusetzen.
Grundsätze unserer Beratung
Bei der Einführung digitaler Informationslösungen setzt parson auf eine strukturierte, herstellerneutrale und praxisorientierte Beratung. Dabei verstehen wir die Einführung von Informationssystemen nicht als isoliertes Softwareprojekt, sondern als Teil einer übergreifenden digitalen Informations-, Daten- und Content-Strategie.
Besonders wichtig sind uns transparente Entscheidungsgrundlagen, ein strukturiertes Risikomanagement sowie eine enge Zusammenarbeit mit den Projektteams unserer Kunden. Gemeinsam mit den beteiligten Fachbereichen entwickeln wir zukunftsfähige Informationsarchitekturen, die Prozesse, Systeme und Inhalte sinnvoll miteinander verbinden. Dabei kombinieren wir methodische Vorgehensweisen mit agilen Arbeitsweisen, um Projekte flexibel und gleichzeitig planbar umzusetzen.
Fazit
Die Einführung von Informationssystemen ist heute weit mehr als ein klassisches Softwareprojekt. Der strukturierte Beratungsansatz von parson schafft eine belastbare Grundlage – von der Analyse bis zum produktiven Rollout.
So entstehen skalierbare, integrierte und zukunftsfähige Informationsprozesse, die Unternehmen langfristig unterstützen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Einführung eines neuen Informationssystems typischerweise?
Je nach Umfang, Systemlandschaft und Migrationsstrategie unterscheiden sich Dauer und Aufwand eines Projekts. Der folgende Ablauf zeigt einen typischen "Happy Path" für die Einführung eines neuen Informationssystems oder Redaktionssystems:
- Analyse: ca. 3–4 Monate
- Anforderungsdefinition und Zielarchitektur: ca. 2–3 Monate
- Systemevaluation, Systemauswahl und PoC: mindestens 6 Monate
- Systemeinführung und Rollout: mindestens 6 Monate
- Migration und Content-Engineering: variabel, häufig 6–12 Monate
Informationsmodellierung und Migration können dabei teilweise parallel zu anderen Projektphasen erfolgen. Aufwand und Dauer hängen insbesondere von Umfang und Qualität der Bestandsdokumentation ab.
In vielen Projekten empfiehlt sich deshalb eine iterative Vorgehensweise mit Pilotbereichen, einzelnen Produktgruppen oder schrittweisem Rollout.
Muss jedes Projekt zur Einführung eines Informationssystems alle fünf Phasen durchlaufen?
Nicht zwingend. Umfang und Ausprägung der einzelnen Phasen des Beratungsansatzes von parson hängen von der Ausgangssituation ab. Unternehmen mit einer klaren Zielarchitektur oder bereits definierten Anforderungen können einzelne Arbeitspakete verkürzen.
Bei zeitlich knapp bemessenen Projekten kann auch das Prototyping ausgelassen werden.
In komplexen Transformationsprojekten empfiehlt sich jedoch meist die vollständige Betrachtung aller Phasen, um das Risiko späterer Probleme zu minimieren.
Wann ist ein Proof of Concept bei der Einführung eines Informationssystems, z.B. eines Redaktionssystems oder einer Content-Delivery-Lösung, wirklich notwendig?
Ein Proof of Concept (PoC) ist besonders sinnvoll, wenn komplexe Integrationen, neue Technologien oder kritische Geschäftsprozesse betroffen sind. Bei überschaubaren Projekten mit klaren Anforderungen kann die Systemevaluation unter Umständen bereits ausreichende Entscheidungsgrundlagen liefern.
Welche Rolle spielen KI-Anwendungen bei der Einführung eines Informationssystems?
Wir betrachten KI nicht isoliert, sondern als Bestandteil zukünftiger Informationsprozesse. Bereits in Analyse und Anforderungsdefinition lassen sich mögliche Einsatzfelder von KI für Wissensbereitstellung, Datenverarbeitung, Content-Erstellung, Self-Service oder Assistenzsysteme bewerten.
Wann sollte die Migration bestehender Inhalte bei der Einführung eines neuen Redaktionssystems geplant werden?
Migrationsfragen sollten bereits in frühen Projektphasen berücksichtigt werden. Umfang, Qualität und Struktur vorhandener Inhalte haben häufig erheblichen Einfluss auf den Projektaufwand, den Zeitplan und die Einführungsstrategie.
