Bitte zweimal klingeln

Endlich! Wir sind umgezogen und haben unser altes Bürohaus in Bergedorf hinter uns gelassen. Dort war es so eng geworden, dass wir uns gegenseitig auf die Zehen traten. Außerdem war es so laut, dass uns an manchem Abend die Ohren sausten.

Über ein Jahr dauerte es, das neue Bürohaus in Hamburg-Boberg für unsere Zwecke umzubauen. Wir hatten lange überlegt, wie wir kollaboratives Arbeiten und Ruhe miteinander verbinden können. Das Ergebnis: deckenhohe Glaskabinen mit ausgeklügeltem Schallschutz. Das heißt, wir können uns sehen, aber nicht hören. Angeblich lernen einige Kollegen bereits die Zeichensprache.

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Wir haben jetzt so viel Platz, dass wir in den langen Fluren mit den Bürostühlen Wettrennen fahren könnten. Könnten, machen wir natürlich nicht. Dafür tobt Hundedame Molly manchmal die Flure rauf und runter. Noch ist sie hier Alleinherrscherin. Die Kater Blacky und Felix dürfen nämlich mangels Katzenklappe noch nicht umziehen.

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Wettfahrten zur Elbphilharmonie

Nur in den Besprechungsraum darf Molly nicht, viel zu aufregend: Der liegt am Ende eines langen Flurs und eignet sich nicht nur für Besprechungen und als Zieleinfahrt für rasende Bürostühle, sondern auch für (schallgedämmte) Großkonzerte. Im Vergleich zu unserem alten Dungeon ist der nämlich so groß wie die Elbphilharmonie. Meint Jana, unsere Teamassistentin, und sie neigt nicht zu Übertreibungen.

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Vermisste Kollegen

Nur manchmal gehen Kollegen jetzt verloren. Das liegt nicht an den langen Fluren oder weil sie niemand hört, sondern an den modernen elektrischen Türschlössern. Immer wieder passiert es, dass sich jemand aus einem Büro aussperrt und hilflos durch die Gänge irrt. Da kann es mitunter etwas dauern, bis sie jemand rettet.

Wollen Sie uns besuchen? Unsere neue Anschrift (Besucheranschrift) finden Sie in Kontakt. Aber klingeln Sie ruhig zweimal. Es könnte sein, dass wir Sie nicht hören.

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